Wir wollen in Klaipeda unbedingt einen Abstecher nach Nida machen. Hatten wir doch so viel Positives von dem Ort gehört und gelesen. Also machen wir uns früh morgens auf zur Fähre - Fritsjen lassen wir in Klaipeda. Wir wollen den Weg nicht auf eigenem Kiel zurücklegen, sondern nehmen die Fähre und den Bus. Da der Bus nur früh morgens und dann erst wieder am Nachmittag fährt, nehmen wir den Bus um 8.15 Uhr. Die Straße über die Nehrung ist gesäumt von Kiefern- und Birkenwäldern und Sümpfen. Nach einer Stunde treffen wir in Nida ein. Wir freuen uns, diesen Ausflug gemacht zu haben. Uns empfängt ein kleiner Ort mit vielen netten kleinen Holzhäusern. Das Wetter könnte zwar besser sein, aber wir genießen den noch touristenleeren Ort. Nach einem Kaffee erkunden wir zunächst die Wanderdüne, die Sonnenuhr, die Wälder und den Leuchtturm. Anschließend geht es wieder in den Ort, zum Thomas Mann Haus und zu einer Galerie, die die legendären kurischen Windfahnen verkauft. Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein landestypisches Essen mit Kartoffelknödeln und Kartoffelpuffer (Wahnsinn, was wir hier für 10 Euro alles zu essen bekommen...) und danach geht es per Bus wieder zurück nach Klaipeda.

An sich wollten wir dann heute wieder aufbrechen nach Liepaja, doch die Windvorhersagen sind mal wieder sehr zweideutig. Windfinder sagt tollen Wind für uns an, der Däne sagt viel Wind an - zu viel Wind und auch der DWD sagt mehr Wind vorher als uns lieb ist. Dumm ist nur, dass auch die Windvorhersage für morgen nicht gerade toll ist - mal wieder würden wir die typischste Windrichtung haben, die es auf Erden gibt ... von vorne ... Naja, wir bleiben heute in jedem Fall hier, haben wir doch auch noch einige Besorgungen zu machen und wir haben Gesellschaft bekommen. Frank und Doro sind heute Nacht um zwei Uhr hier eingetroffen und zwei weitere deutsche Crews, die sich auf der Ostsee-Runde befinden, sind nun ebenfalls hier. Insofern gibt es mal wieder vieles auszutauschen. Spannend sind immer wieder die Geschichten über die Grenzabfertigung. In Russland scheint bei allen das Ausklarieren extrem problemlos und freundlich verlaufen zu sein. Und auch hier in Klaipeda wurden alle nett empfangen. Nur scheinen die Angaben über den Ort der Zoll- und Grenzabfertigung in den deutschen Publikationen nicht mehr zu stimmen. Denn an dem angegebenen Ort befindet sich mittlerweile eine kleine Privatmarina, in der man zwar sehr gut anlegen kann, aber nicht liegen bleiben darf. Der Zoll sagte uns zu dem, man solle einfach über Funk bekanntgeben wo man liegt und die Beamten würden dann dorthin kommen.

Wir werden den heutigen Tag hier in Klaipeda genießen, die Sonne kommt wieder heraus und auf uns wartet auch noch das hiesige Meeresmuseum. Leider hat das Dolphinarium geschlossen, aber der Rest des Museums soll geöffnet haben - wir sind gespannt.