Eigentlich wollten wir mittags nach Danzig aufbrechen. Doch dann gab es die Information, wir würden um 11.30 Uhr Besuch bekommen. Ok? Besuch? Wir sind gespannt - wussten wir doch, dass wir in Danzig auf die polnischen SAMBAH-Repräsentanten treffen werden, aber in Hel? Wir sind an Bord und pünktlich um 11.30 Uhr kommt Prof. Dr. Krzystof Edward Skora, Leiter des Forschungsinstituts von Hel, mit seinen Mitarbeitern vorbei. Sie kommen an Bord und kündigen den Vizebürgermeister von Hel und seinen Generalsekretär an. Diese erscheinen dann kurze Zeit später zu einem Fototermin. Fritsjen bekommt ein Schweinswalmodel zu Besuch und im Hafen werden Poster über den Schweinswal und seine Bedrohungen aufgestellt. Wahnsinn, mit so einem Empfang hatten wir nicht gerechnet.
Für uns geht es weiter mit Krzystof in das Forschungsinstitut. Er zeigt uns die Räumlichkeiten, berichtet von den Anfängen des Instituts. Er berichtet uns von den Zukunftsplanungen und zeigt uns die nähere Umgebung des Fokariums (so wird das Institut hier genannt). Wir sind beeindruckt. Toll, was es hier alles gibt und noch toller, was hier für die Zukunft alles geplant wird.
Iwona zeigt uns nochmals die Kegelrobben. Heute bekommen wir die Fütterung zu sehen und auch hier dürfen wir hinter die Kulissen schauen: wir sprechen mit den Tierpflegerinnen und wir sehen die Jungtiere, die gerade einmal vier Wochen alt sind. Die Jungtiere werden hier, sobald sie in der freien Wildbahn überleben können, in die Ostsee entlassen - entsprechend markiert, so dass die Forscher verfolgen können, wo es sie hinzieht. Derweil verbringen zwei wissenschaftliche Mitarbeiter vom Institut die Zeit vor Fritsjen und informieren Passanten über Schweinswale.
Krzystof spendiert uns abschließend noch ein vorzügliches Mittagessen - eher Nachmittagessen, denn wir haben mittlerweile 16 Uhr. Wir wollen noch Ablegen und nach Danzig segeln, denn Krzystof möchte vom Motorboot noch einige Filmsequenzen von uns drehen und noch Fotos machen. Das nutzen wir um die knapp 16 Seemeilen nach Danzig zurückzulegen, denn morgen früh soll es regnen und um 12 Uhr haben wir hier in Danzig den nächsten Termin - laut Krzystof....wir sind gespannt. Wir segeln bei tollen Bedingungen und nur leichtem Regen nach Danzig und sind auch in der Dämmerung total begeistert von der Marina Gdansk. Hier werden wir die nächsten zwei Tage bleiben und Danzig unsicher machen. Danach wird uns Jürgen verlassen und wir werden zu zweit weiter nach Kaliningrad segeln. Aber ersteinmal gibt es ein wenig Stadtluft!
