Was für ein Wetter! Eisige Kälte kriecht über Warnemünde gepaart mit fiesem Nieselregen und leichten Graupelschauern. Wir verspüren keine Lust Fritsjen zu verlassen. Unter Deck herrscht dank unserer beider Ecomaten eine wohlige Wärme. So schlafen wir aus, huschen nur schnell zum Hafenmeister, unter die Dusche und zur Brasserie um ein paar frische Brötchen zu holen. Dann machen wir es uns gemütlich, frühstücken, trinken warmen Tee und sehen zu, dass wir die Internetseite auf dem Laufenden halten.
Bei uns ist die Stimmung prima, es herrscht zwar mieses Wetter, aber dafür Flaute und unser Liegeplatz ist hervorragend! Kein Gerucke oder Gezurre wie auf Fehmarn! Doch unsere Stimmung wird leider gedämpft durch eine Nachricht von Jans Schwester: man hat ihnen den VW Bus gestohlen. Unweit von hier, in der Nähe von Wismar, sie haben eine Ferienwohnung gemietet und wollten Urlaub machen. Was für eine Frechheit, das ganze Auto zu stehlen - es stand unmittelbar vor der Ferienwohnung! Wir verbringen den Vormittag an Bord und am frühen Nachmittag kommt der Anruf von Jans Schwester: sie sind mit Mietwagen nach Warnemünde gefahren und wollen sich mit uns treffen. In Windeseile packen wir die Sachen zusammen und lassen uns von "Sylvia", der Barkasse des Hotels Hohe Düne, auf die andere Seite der Warnow bringen. Wir schlendern mit Hanneke, Benni und Fiene durch Warnemünde und kehren in das eine und andere Cafe ein. Abends - die drei sind bereits aufgebrochen - gönnen wir uns ein leckeres Fischgericht im Hummerkorb. Dann geht es mit der Fähre wieder auf die andere Seite, zurück zu Fritsjen. Jan schreibt noch ein paar Emails und optimiert die Internetseite und Silja verkrümelt sich in die Koje, haben sich doch ein paar Halsschmerzen breit gemacht, die nun bekämpft werden müssen - Kranksein ist derzeit nicht angesagt.
Da für heute ohnehin recht kräftiger Wind angesagt war, auch noch aus Ost, und dazu eisige Temperaturen, hatten wir schon bei unserer Ankunft beschlossen: Wir beleiben zwei Tage hier. Nach einer recht frischen Nacht machen wir es uns zunächst an Bord gemütlich. Auf Brötchen verzichten wir heute, keiner will gerne das warme Schiff verlassen. Stattdessen gibt es das Fladenbrot von der Party (Danke, Petell). Dann setzen wir unseren Plan in die Tat um und gönnen uns einen Wellness-Tag. Hohe Düne - Spa, wir kommen. Wir genießen die Sauna-Landschaft, Dampfbäder, warme Pools und ruhen uns aus und lesen mit Blick auf die Ostsee! Das tut richtig gut! So sind wir wieder frisch und munter und hoffen auf den angekündigten leichten Ostwind, bei dem wir morgen gerne nach Barhöft segeln wollen. Aber mal sehen, was das Wetter wirklich so mit sich bringt.
