Am gestrigen Tag ist der Frühling in Danzig eingekehrt. Nach unserer Aufraum- und Trocknungsaktion an Bord machen wir uns wieder auf in die Stadt. Jürgen hat für uns eine Stadtführung organisiert und so laufen wir fast drei Stunden durch Danzig und lassen uns von einer Danzigerin Gebäude, Kirchen, Architektur und Lebensphilosophie der Danziger näher bringen. Wir sind begeistert, denn wir sind insgesamt nur vier Leute und können so eine Stadtführung erleben, die ganz nach unseren individuellen Interessen ausgerichtet ist. Zudem gibt es noch zahlreiche Tipps für Restaurants. Einem Tipp gehen wir abends auch gleich nach und genießen den letzten Abend zu dritt. Ausklingen lassen wir ihn in einer kleinen Weinstube, die uns die Danzigerin Katarzyna Tuszynska empfohlen hat.

Heute machen wir uns früh auf den Weg zum Bahnhof. Um 9.14 Uhr geht Jürgens Zug und es Zeit "Tschüß" zu sagen. Nachdem wir Jürgen zum Zug gebracht haben, setzen auch wir uns in den Zug - besser gesagt in die S-Bahn und fahren nach Gydnia zur Schweinswal-Skulptur. Wir sind begeistert von ihr, nur finden wir ihren Standort etwas gewöhnungsbedürftig - hübsch ist was anderes. Nach einem kurzen Fotoshooting schauen wir uns noch den Yachthafen an und freuen uns, dass wir in Danzig liegen und nicht hier. Er ist groß und bietet sicher viele Facilities, aber hübsch finden wir ihn nicht. Direkt im Anschluss fahren wir mit der Bahn nach Sopot. Hier wollen wir Europas längste Seebrücke bestaunen und sind neugierig auf den neuen Yachthafen. Leider ist das Wetter heute recht bescheiden, so dass wir schnell zwischen zwei Schauern auf die Seebrücke laufen. Der Yachthafen ist wirklich nagelneu, er wurde erst letztes Jahr in Betrieb genommen.

Nach unserem kleinen Ausflug geht es schnell wieder nach Danzig, wir wollen morgen weiter und müssen noch ein paar Vorbereitungen treffen. Wir kaufen noch ein paar Nahrungsmittel ein, erkunden die Markthalle der Stadt, gönnen uns auch noch ein kleines Souvenir und legen danach ein kurzes Päuschen an Bord ein. Dann geht es um die Formalitäten. Von der Marina Danzig bekommen wir vier DIN A4 Seiten mit Hinweisen zur Einreise nach Russland....die werden wir gleich mal studieren....und uns dann noch einen schönen letzten Abend in dieser tollen Stadt machen. Uns hat es richtig gut gefallen! Auch wenn wir zunächst an Polens Ostseeküste unsere Anlaufschwierigkeiten hatten, so fühlen wir uns spätestens seit Hel hier richtig wohl!